Wehrmedizinische Monatsschrift

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Zahnmedizin
Alloplastische Kiefergelenksrekonstruktion:​ Erfolgreiche Kooperation zwischen dem Bundeswehrkrankenhaus und der Universitätsklinik Charité Berlin





Zahnmedizin
Evidenzbasierter Einsatz von Botulinum in der zahnärztlichen Funktionsdiagnostik und Therapie




Zahnmedizin
Verdacht auf Osteomyelitis nach Zahnextraktion – ein Fallbericht



Zahnmedizin
Mobile Zahnmedizin unter dynamischen Versorgungsbedingungen Historische Erfahrungen,​ demografischer Wandel und modulare ­Versorgungskonzepte für zivile und militärische Kontexte




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Fallstricke in der Endodontologie




Zahnmedizin
Fallbericht – Wurzelamputation mit partieller Pulpotomie




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Zahnmedizin PDF

Alloplastische Kiefergelenksrekonstruktion:
Erfolgreiche Kooperation zwischen dem Bundeswehrkrankenhaus und der Universitätsklinik Charité Berlin

Alloplastic Temporomandibular Joint Reconstruction: Successful Cooperation between the Bundeswehr Hospital and University Clinic Charité Berlin

Paul Radickea, Bent Heimbachc, Andreas Mundb, Max Heilandc, Christian Dollc

a Sanitätsversorgungszentrum Berlin-Gatow

b Abteilung Zahnmedizin, Bundeswehrkrankenhaus Berlin

c Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Zusammenfassung

Im vorliegenden Fallbericht wird die interdisziplinäre Behandlung eines 50-jährigen komplex vorerkrankten Patienten mit beidseitiger Kiefergelenkankylose beschrieben. Durch ein abgestimmtes Therapiekonzept unter Einbezug von Zahnmedizin, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Physiotherapie und Logopädie konnte die Kiefergelenkfunktion erfolgreich wiederhergestellt werden. Die Schneidekantendifferenz entwickelte sich im Verlauf stetig von präoperativ 4 mm auf 25 mm nach 40 Wochen postoperativ. Dadurch verbesserten sich nicht nur die Kau-, Sprech- und Schluckfunktionen, sondern es wurde auch die Voraussetzung geschaffen, langfristig auf eine bisher notwendige Dauertracheotomie zu verzichten.

Die erfolgreiche Rehabilitation von Patienten mit Kiefergelenkankylose erfordert ein multiprofessionelles Vorgehen. Dies wurde im vorliegenden Fall durch die enge Zusammenarbeit des Bundeswehrkrankenhauses Berlin und der Charité ermöglicht, die ihre jeweiligen Fachkompetenzen in einem koordinierten Behandlungskonzept vereinten.

Das Einverständnis des Patienten zur Publikation seines Falles liegt vor.

Schlüsselwörter: Kiefergelenksankylose, Kiefergelenkrekonstruktion, interdisziplinäres Behandlungskonzept, zivil-militärische Kooperation, multiprofessionale Rehabilitation

Summary

This case report describes the interdisciplinary treatment of a 50-year-old patient with a complex medical history and bilateral TMJ ankylosis. Through a coordinated therapeutic approach involving specialists in dentistry, oral and maxillofacial surgery, physiotherapy, and speech and language therapy, successful restoration of TMJ function was achieved. The interincisal distance showed continuous progressive improvement, increasing from 4 mm preoperatively to 25 mm at 40 weeks postoperatively. As a result, not only mastication, speech, and swallowing functions improved, but prerequisites were established to enable long-term discontinuation of a previously necessary permanent tracheostomy.

Successful rehabilitation of patients with temporomandibular joint ankylosis requires a multiprofessional approach. In the present case, this was achieved through close collaboration between the Bundeswehr Hospital Berlin and Charité – Universitätsmedizin Berlin, which combined their respective areas of expertise within a coordinated treatment concept.

The patient has granted consent for the publication of his case.

Keywords: temporomandibular joint ankylosis; temporomandibular joint reconstruction; interdisciplinary treatment concept; civil-military cooperation; multiprofessional rehabilitation

Fallbeschreibung

Zur Vorgeschichte

Vorgestellt wird der Fall eines 50-jährigen Soldaten, der im Jahr 2021 einen ischämischen Hirninfarkt im vertebrobasilären Stromgebiet infolge einer Embolie präzerebraler Arterien erlitt. Nach dem Ereignis war der Patient vollständig immobilisiert, ganztägig beatmungspflichtig und wies einen generalisiert erhöhten Muskeltonus auf. Durch intensive, interdisziplinäre Rehabilitationsmaßnahmen konnte bei dem zunächst mit infauster Prognose eingestuften Patienten bis zum März 2024 eine deutliche Besserung erzielt werden. Der Patient erreichte eine Rollstuhl-Mobilität mit rudimentären Bewegungen der Extremitäten. Bei fortbestehender Trachealkanüle im Sinne einer Dauertracheotomie war eine Beatmung nur noch nachts erforderlich.

Zu diesem Zeitpunkt erfolgte die Vorstellung in der Abteilung XXIII des Bundeswehrkrankenhauses Berlin. Der Patient berichtete dort unter anderem über eine eingeschränkte Mundöffnung, die das Sprechen erschwere und bei bekannter Dysphagie das Schlucken noch weiter verschlechtere. Die Mundöffnung sei initial möglich gewesen, habe sich im weiteren Krankheitsverlauf jedoch zunehmend verschlechtert. Der Versuch, diese mithilfe verschiedener Hilfsmittel wie z. B. TheraBite® (Atos Medical AB, Hörby, Schweden) zu verbessern, hatte keine signifikante Linderung der Beschwerden erzielt. Nach insuffizienter Bewegungstherapie zur Förderung der ­Kieferbeweglichkeit während eines mehrwöchigen Klinikaufenthaltes hatte sich der Mund seit 2023 nicht mehr öffnen lassen. Injektionen von Botulinumtoxin in den Bereich der Kaumuskulatur konnten keine Besserung erzielen.

Klinischer Befund

Klinisch zeigte sich eine absolute Kieferklemme mit einer Schneidekantendistanz (SKD) von 4 mm, die passiv nicht erweiterbar war. Durch den Versuch, die Mobilität der Kiefergelenke zu steigern, imponierten die Frontzähne des Oberkiefers mit Lockerungsgraden I und II sowie kompensatorischer vestibulärer Verlagerung. Die Massetermuskeln wiesen beidseits einen hohen Tonus bei geringfügiger Hypertrophie auf. Die Mm. temporales zeigten ebenso kaum Anzeichen einer Hypertrophie. Die computertomografische Darstellung der Kiefergelenke ließ fast vollständig ossär durchbaute Gelenkspalten beidseits erkennen (Abbildungen 1 und 2). Somit konnte die Diagnose der Ankylose beider Kiefergelenke gesichert werden.

Abb. 1: Die Computertomografie in Höhe der Kiefergelenke vom März 2024 (1 mm Schichtung, axiale Schicht) macht eine Kiefergelenkankylose beider Gelenke mit stärkerer Ausprägung links deutlich.

Abb. 2: Computertomografie, März 2024, 1 mm Schichtung, koronare Schicht (Bildquelle 1 und 2: Unfallkrankenhaus Berlin)

Präoperatives Management

Im Folgenden wurde der Patient im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) der Charité zur abschließenden Diagnostik und zur Planung der Rekonstruktion der Gelenke vorgestellt. Auf Grundlage der klinischen und radiologischen Befunde wurde die Diagnose einer beidseitigen Kiefergelenkankylose bestätigt. Es erfolgte die Indikationsstellung zur operativen Versorgung mittels alloplastischem Gelenkersatz und die Entwicklung eines interdisziplinären Therapiekonzepts.

Die Planung des patientenindividuellen Gelenkersatzes erfolgte auf Basis des vorhandenen Computertomographie-Datensatzes (CT). Zur Beurteilung der Okklusion wurde zusätzlich eine hochauflösende digitale Volumentomographie (DVT) in maximaler Interkuspidation durchgeführt. Aufgrund der stark eingeschränkten Mundöffnung waren intraorale Scans oder konventionelle Abdrücke nicht suffizient möglich. Die zweiteiligen Kiefergelenksprothesen (mandibulärer und temporaler Anteil) sowie die entsprechenden Resektionsschablonen wurden von der Firma Materialise (Leuven, Belgien) hergestellt. Es handelt sich bei der Prothese um ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt. Der mandibuläre Anteil besteht aus einer Titanlegierung. Die Fossa-Komponente besitzt eine Basis aus einer Titanlegierung, in die ein Inlay als artikulierende Gleitfläche aus hochmolekularem Polyethylen integriert ist [3].

Es fanden mehrere virtuelle Planungssitzungen vor der Operation statt. In Abbildung 3 wird die virtuelle 3D-Operationsplanung dargestellt (Materialise ProPlan CMF; Materialise, Leuven, Belgien).

Abb. 3: Darstellung der Planungen für die Kiefergelenksendoprothesen auf der rechten (A) und der linken (B) Seite (Bildquelle: Materialise ProPlan CMF; Materialise, Leuven, Belgien)

Zur Vorbereitung der Operation wurden konservative Therapieansätze zur Optimierung der Operationsbedingungen sowie zur Vorbereitung des postoperativen Managements geplant und/oder umgesetzt. So erhielt der Patient regelmäßig logopädische sowie physiotherapeutische Behandlungen und wurde zur Relaxierung der Kaumuskulatur in regelmäßigen Intervallen mit Botu­linumtoxin in die Mm. masseteres und Mm. temporales versorgt. Präoperativ wurde die bestehende Antikoagulation auf therapeutische Fraxiparin-Dosierungen umgestellt.

Operatives Vorgehen

Der operative Eingriff fand an der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Charité-Universitätsmedizin Berlin in Vollnarkose statt.

Die ankylosierten Gelenke wurden über einen präaurikulären Zugang dargestellt (Abbildung 4). Die Präparation erfolgte unter kontinuierlichem Nervenmonitoring der Nervi faciales. Nach Darstellung der Gelenke wurde die Resektion des Knochens im Sinne einer vorläufigen „gap osteotomy“ in mehreren Teilschritten mittels Piezotom (Mectron, Carasco, Italien) durchgeführt. Aufgrund der ausgeprägten Ankylose waren anatomische Strukturen insgesamt nur schwer zu identifizieren. Eine Herausforderung war die Orientierung der medialen Resektionshöhe, da die exakte Angulierung in der transversalen Ebene nicht zuverlässig beurteilbar war. Nach Darstellung des knöchernen Kieferwinkels über einen retromandibulären Zugang erfolgte das Ablösen des Musculus masseter. Anschließend wurden die patientenspezifischen Resektionsschablonen (cutting guides) gemäß Planung eingebracht und temporär fixiert. Es folgte die Resektion des Muskelfortsatzes (Processus condylaris) und des Gelenkfortsatzes (Processus coronoideus) über den präaurikulären Zugang, die mithilfe des Piezotoms durchgeführt wurde. Das operative Vorgehen erfolgte rechts- wie linksseitig analog. Anschließend wurde die Gelenkgrube (fossa articularis mandibulae) an der Schädelbasis mittels Rosenbohrers vorsichtig geglättet, sodass die Fossa-Komponenten der Endoprothesen eingebracht und mittels fünf Schrauben (Durchmesser 2 mm) fixiert werden konnten. Danach erfolgte das Einbringen der Unterkieferkomponenten über den retromandibulären Zugang, die ebenfalls mittels 6 Schrauben (Durchmesser 2 mm) fixiert wurden.

Abb. 4: Darstellung der Gelenkankylose der rechten Seite durch einen präaurikulären und mandibulären Zugang mit Tunnelierung des N. facialis (Bildquelle: Michael Tummings)

Die intraoperative Röntgenkontrolle mittels eines 3D-C-Bogens zeigte eine unzureichende Ausrichtung der Fossa-Komponenten aufgrund einer zu geringen Angulierung der Resektionsebene in transversaler Richtung. Klinisch zeigte sich dies durch eine insuffiziente Mundöffnung von ca. 1 cm. Die Gelenkkomponenten wurden daraufhin entfernt und die Auflagefläche der Fossa-Komponenten wurde weiter angepasst. Schließlich konnten die Gelenkkomponenten korrekt positioniert werden (Abbildung 5).

Abb. 5: Darstellung der Endoprothese über die beiden Zugänge. Präaurikulär sichtbarer temporaler Prothesenanteil, im Kieferwinkel dargestellter mandibulärer Prothesenanteil (Bildquelle: Michael Tummings).

Die intraoperative Mundöffnung betrug nun ca. 3 cm, und die Okklusion stellte sich gemäß präoperativer Planung dar. Die Operation wurde mit einem mehrschichtigen Wundverschluss abgeschlossen. Zu Beginn der Operation eingebrachte intermaxilläre Schrauben wurden zur späteren Führung des Unterkiefers belassen und ein individuell gefertigter Beißkeil eingelegt.

Postoperatives Management

Postoperativ wurde die Narkose beendet und der Patient auf eine Überwachungsstation verlegt. Neben dem Monitoring der Vitalzeichen erfolgten eine antibiotische Abschirmung sowie eine adäquate Schmerzmedikation. Es erfolgten regelmäßige Visiten durch die beteiligten Ärzte der Charité und des Bundeswehrkrankenhauses. Am vierten postoperativen Tag konnte der Patient auf die Normalstation verlegt werden.

Nach initialer postoperativer Schwellung zeigten sich die Wundverhältnisse während des gesamten stationären Verlaufs reizlos. Nach Entfernung des Beißkeils kamen ab dem 4. postoperativen Tag zur Unterstützung der Bissfindung Führungsgummis zum Einsatz. Im weiteren Verlauf zeigte sich eine gute, schrittweise Mobilisierung des Patienten im Rollstuhl. Der Patient konnte nach 14 Tagen in die Häuslichkeit entlassen werden.

Hierauf folgte eine ambulante logopädische Therapie in Kombination mit physiotherapeutischen Maßnahmen sowie Anleitungen zur Mundöffnung und Mobilisierung der ersetzten Gelenke. Die demonstrierten Übungen wurden durch den Patienten unter Aufsicht des Pflegepersonals konsequent täglich trainiert. Weiterhin wurde der Patient durch die häusliche Pflege aktiv zum Sprechen angeregt, wodurch zusätzlich eine Mobilisation erfolgte.

Nachsorge und Rehabilitation

Es erfolgten regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen des Patienten im MVZ der Klinik für MKG der Charité, auch in Begleitung der beteiligten Ärzte des Bundeswehrkrankenhauses. Zusammenfassend zeigte sich 10 Wochen postoperativ ein zeitgerechter Befund der extraoralen Wunden. Die Mundöffnung war symmetrisch und lag bei 15 mm SKD. Die Sprache des Patienten wurde deutlich klarer.

Zur Nachuntersuchung im siebten Monat postoperativ maß die Mundöffnung bereits 22 mm. Die Laterotrusion war dem Patienten mit einer maximalen Distanz von 1,5 mm möglich. Auch die Sprache des Patienten gewann weiterhin an Deutlichkeit und erste Schluckversuche wurden durch die Logopädie begleitet.

Im Rahmen der interdisziplinären Rehabilitation fanden wöchentliche ambulante Vorstellungen zu logopädischer und physiotherapeutischer Behandlung statt. Zusätzlich wies der Patient eine hohe Eigenmotivation zur Mobilisation der Gelenke auf und gab tägliches, angeleitetes Training sowie umfassenden kommunikativen Austausch mit dem betreuenden Pflegepersonal an. Infolge des ausbleibenden Hypertonus der kieferschließenden Muskulatur wurde von der Injektion von Botulinumtoxin zunächst abgesehen.

Dentale Rehabilitation

Die dentale Rehabilitation war ein wesentlicher Baustein der funktionellen Gesamtrehabilitation. Zur Wiedererlangung koordinierter mastikatorischer Bewegungen ist eine stabile Okklusion von zentraler Bedeutung, die zudem positive Effekte auf die Sprech- und Schluckfunktionen ermöglichen kann [10][16][18]. Weiterhin beugt sie sekundären dentalen Fehlstellungen vor und trägt zur Stabilisierung der Zahnbögen bei.

Zum Zeitpunkt der prothetischen Planung zeigte sich ein frontal gestützter Biss mit seitlicher Nonokklusion von ca. 2 mm. Die Zahnbögen waren harmonisch zueinander ausgerichtet, alle Zähne wirkten klinisch vital und perkussionsunauffällig. Die initial vestibulär verlagerten Zähne 13 und 23 zeigten unter dem Einfluss des perioralen Weichgewebedrucks eine Tendenz zur Repositionierung. Das Implantat der Region 016 weist eine optimale Osseointegration ohne Knochenabbau auf. Auch sollten die osteolytischen Prozesse der Zähne 37, 36, 47 und 46 vor möglicher festsitzender Versorgung beobachtet werden. Der weitgehend versorgungsfreie Zahnstatus sprach für den maximalen Erhalt der Zahnhartsubstanz.

Die eingeschränkte Mundöffnung ist eine wesentliche Limitation für eine definitive, festsitzende Versorgung [8][14]. Sowohl Präparation als auch Abformung und adhäsive Befestigung wären zu diesem Zeitpunkt nur kompromissbehaftet möglich gewesen. Zudem war aufgrund des seitlich offenen Bisses davon auszugehen, dass die aktuell eingenommene Bisslage noch nicht der habituellen Okklusion entsprach, sondern durch postoperative Schwellung und eingeschränkte sensomotorische Rückkopplung beeinflusst war. Eine definitive, festsitzende Versorgung hätte somit das Risiko der Fixierung einer Zwangsbisslage mit sich gebracht.

Vor diesem Hintergrund erfolgte ein stufenweises prothetisches Vorgehen mit zunächst provisorischer Bissrekonstruktion. Geplant wurde eine Serie von Aufbissbehelfen im mandibulären Seitenzahnbereich. Der initial eingesetzte Ersatz mit weitgehend planer Okklusalfläche ermöglichte erste bilaterale Okklusionskontakte und unterstützte die Etablierung einer reproduzierbaren habituellen Okklusion (Abbildung 6). Im weiteren Verlauf ist eine schrittweise Differenzierung des Okklusalreliefs vorgesehen, bevor eine definitive festsitzende Versorgung angestrebt wird (Abbildung 7).

Abb. 6: Aufbissschiene zur Einstellung des habituellen Bisses; erste (links) und zweite (rechts) Schiene. Herstellung: Ulf Garbe, Binner&Garbe Dentaltechnik GmbH (Bildquelle: P.W. Radicke)

Abb. 7: KI-gestützte Rekonstruktion zur Herstellung der Aufbissbehelfe auf Basis der Photon-counting CT; hier: Darstellung der rechten Gesichtshälfte mit Endoprothetik; (Bildquelle: Abteilung für Oral Diagnostic Science Universitätsspital Bern)

Zum Zeitpunkt der Abformung lag die Schneidekantendifferenz bei 22 mm, sodass eine konventionelle Abformung nicht suffizient möglich war. Eine teilweise optisch-elektronische Abformung wurde durch Datensätze eines hochauflösenden Photon-Counting-CT ergänzt. Die radiologischen Daten wurden in ein STL-Format überführt und mit den optisch-elektronischen Scandaten abgeglichen. Durch das gezielte Matching gelang es dem externen Laborpartner Binner & Garbe (Binner & Garbe Dentaltechnik GmbH, Lübeck, Deutschland), die provisorische Versorgung digital zu planen und innerhalb kürzester Zeit herzustellen.

Die Insertion des provisorischen Ersatzes verlief komplikationslos. Die Herstellung beidseitiger Okklusionskontakte im Seitenzahnbereich konnte etabliert werden. Zwei Wochen post insertionem zeigte sich eine weitere Zunahme der Mundöffnung auf 25 mm sowie eine verbesserte transversale Beweglichkeit (re/li: 2 mm/1,5 mm). Die Okklusion stellte sich stabil dar. Eine Abstützung über die Frontzähne weist der Patient nicht mehr auf.

Diskussion und Fazit

Die vorliegende Fallbeschreibung illustriert die komplexe interdisziplinäre Versorgung eines Patienten mit beidseitiger Kiefergelenkankylose unter Einsatz von patientenspezifischen Totalendoprothesen. Aufgrund des ausgeprägten knöchernen Umbaus der Gelenke und der funktionellen Immobilität des Unterkiefers war eine konservative Therapie nicht erfolgversprechend.

Wehrmedizinische Relevanz kraniofaszialer Verletzungen

Kraniofasziale Verletzungsmuster treten in der Notfallmedizin alltäglich auf. Sowohl bei Verkehrsunfällen mit Kraftfahrzeugen oder im Umgang mit motorisierten Rollern, bei der Ausübung von Beruf und Freizeitsportarten oder im Zusammenhang mit Gewaltdelikten werden Verletzungen des Kopfes beschrieben [6][7]. Es konnte ­gezeigt werden, dass Verletzungen des Viszero- und Neurokraniums eine hohe Prävalenz unter den konfliktassoziierten Verletzungen aufweisen. Anteilig an den Gesamtverletzungen werden Raten bis zu 73,8 % beschrieben [11][12][15]. Bedingt durch die Wirkung von Schrapnellen, Splittern und der Exposition gegenüber Detonationen entstehen komplexe Verletzungsmuster mit teils großen Defekten und Bezug zu unterschiedlichen Geweben. Resultierend bedeuten kraniofasziale Verletzungsmuster eine Herausforderung für zivile und militärische Behandler und erfordern einen interdisziplinären Behandlungsansatz [19][20]. Verletzungen des Kiefergelenks mit Indikation für eine totale endoprothe­tische Rekonstruktion sind hierbei ein seltener Sonderfall.

Kiefergelenksankylose – Ursachen und Therapie­optionen

Bei der Kiefergelenksankylose handelt es sich um eine pathologische Versteifung des Gelenks infolge einer bindegewebigen und/oder knöchernen Fusion zwischen dem Condylus mandibulae und der Fossa mandibularis. Die Ursachen sind vielfältig und können z. B. durch kongenitale Krankheitsbilder, Trauma, Infektionen oder entzündliche Prozesse verursacht werden [5][9][23]. In fortgeschrittenen Fällen, wie im vorgestellten Patientenfall, kann sie zu vollständiger Unbeweglichkeit des Unterkiefers führen. Dies beinhaltet sowohl die Mundöffnung als auch Vorschub- und Seitbewegungen, die für das Kauen essenziell sind.

Im vorliegenden Fall kann die Ankylose vermutlich auf fehlende Mobilisation bei schlaffer Tetraparese und Muskelspastik zurückgeführt werden. Zur Prävention wären eine regelmäßige Mobilisierung von Kiefergelenken sowie frühzeitig eingeleitete physiotherapeutische Maßnahmen und ergänzende Injektionen von Botulinumtoxin sinnvoll gewesen und hätten diese möglicherweise verhindern können.

Neben der operativen Therapie kommen konservative physiotherapeutische Maßnahmen und funktionelle Übungen zur Anwendung. Diese sind jedoch bei fortgeschrittener knöcherner Ankylose meist nicht erfolgreich. Die operative Therapie zielt auf die Wiederherstellung der Gelenkfunktion ab. Hierzu zählen eine Interpositionsarthroplastik mit autologem oder alloplastischem ­Material, eine Resektionsarthroplastik (Eröffnung und Entfernung der knöchernen Verbindung) sowie ein alloplastischer Gelenkersatz (Totalendoprothese). Letztere Option ist besonders bei schweren beidseitigen Ankylosen mit ausgedehnter knöcherner Fusion indiziert, da sie eine nachhaltige Verbesserung der Kieferöffnung bietet und eine Reankylose durch eine breite knöcherne Lücke und starre Platzhalter verhindert [17][22]. Der alloplastische Gelenkersatz wurde im vorliegenden Fall als zielführende Maßnahme zur Wiederherstellung der Mundöffnung gewählt [22].

Evaluation des OP-Ergebnisses

Zur Evaluation des postoperativen Ergebnisses wurden die Schneidekantendifferenz, der Bewegungsrahmen der Laterotrusion und die Deutlichkeit der Sprache herangezogen. Standardisierte Outcome-Scales kamen nicht zur Anwendung. Das Ergebnis einer um 25 mm gesteigerten Mundöffnung liegt im statistischen Mittel der vergleichenden Literatur [2]. Auch der subjektiv beschriebene Zuwachs an Lebensqualität des Patienten erfüllt die in weiterer Literatur beschriebenen Kriterien [1][4][21]. Entgegen den weiteren Erhebungen beschreibt der Patient den größten Zuwachs der Lebensqualität durch den erheblichen Zuwachs an Deutlichkeit der Sprache [13].

Fazit

Der geschilderte Fall erläutert ein interdisziplinäres Therapiekonzept im zivil-militärischen Setting. Die Zusammenarbeit zwischen der Charité und dem Bundeswehrkrankenhaus hat sich als sehr positiv erwiesen.

Die dentale Rehabilitation des Bisses ist multifaktoriell und patientenabhängig, wird jedoch hauptsächlich durch die Mundöffnung beeinträchtigt. Eine zunächst provisorische Versorgung ermöglichte die Herstellung einer stabilen Okklusion ohne kompromissbehaftete Umsetzung festsitzender Prothetik oder Manifestation einer Zwangsbisslage.

Diese Kasuistik belegt, dass durch strukturierte prä­operative Planung, moderne patientenspezifische Implantat-Technologie und intensive Nachsorge auch bei komplexen Ausgangssituationen eine erfolgreiche Wiederherstellung der Kieferfunktion bei Ankylosierungen möglich ist. Darüber hinaus verdeutlicht dieser Fall den starken Verbund zwischen der Charité und dem Bundeswehrkrankenhaus Berlin, um komplexe kraniofaziale Patientenfälle erfolgreich zu versorgen.

Danksagung

Wir danken allen Beteiligten der Charité, des Bundeswehrkrankenhauses Berlin und dem Sanitätsversorgungszentrum Berlin-Gatow für die hervorragende interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Versorgung dieses Patienten. Weiterhin danken wir Herrn ZTM Ulf Garbe (Binner&Garbe Dentaltechnik GmbH) für die erbrachte zahntechnische Leistung, der Abteilung Radiologie des Unfallkrankenhauses Berlin, Herrn Prof. Dr. Ralf Schulze (Abteilung für Oral Diagnostic Science, Universitätsspital Bern) und Herrn Michael Tummings für die Erstellung der veröffentlichten Bilddateien.

Ethik

Der Patient hat der anonymisierten Veröffentlichung der klinischen Daten und Bilder schriftlich zugestimmt. Ein gesondertes Ethikvotum wurde für diese Einzelkasuistik nicht eingeholt. Die Veröffentlichung erfolgte retrospektiv und anonymisiert als Einzelfallbericht und bedarf somit keiner Zustimmung einer Kommission.

Literatur

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Manuskriptdaten

Zitierweise

Radicke P, Heimbach B, Mund A, Heiland M, Doll C. Alloplastische Kiefergelenksrekonstruktion: Erfolgreiche Kooperation zwischen dem Bundeswehrkrankenhaus und der Universitätsklinik Charité Berlin. WMM 2026;70(03):75-81.

DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-848

Für die Verfasser

Oberstabsarzt Paul W. Radicke

Zahnarztgruppe – Sanitätsversorgungszentrum Berlin-Gatow

Kladower Damm 182, 14089 Berlin

E-Mail: paulradicke@bundeswehr.org

Manuscript Data

Citation

Radicke P, Heimbach B, Mund A, Heiland M, Doll C. [Alloplastic Temporomandibular Joint Reconstruction: Successful Cooperation between the Bundeswehr Hospital and Charité University Clinic Berlin]. WMM 2026;70(03):75-81.

DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-848

For the Authors

Major (DC) Paul W. Radicke

Dental Group – Medical Clinic Berlin-Gatow

Kladower Damm 182, D-14089 Berlin

E-Mail: paulradicke@bundeswehr.org

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