Wehrmedizinische Monatsschrift

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Präventivmedizin
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Präventivmedizin
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Grundausbildung als präventivmedizinisches Untersuchungsmodell:​ Entwicklung eines standardisierten Studiendesigns zur ­Erfassung von Prädiktoren für militärische Leistung,​ Stressempfinden und ­Gesundheitserleben




Präventivmedizin
Suchtprävention im Kontext der Kriegstüchtigkeit – pathogenetische,​ präventive und therapeutische Aspekte

Präventivmedizin
Vom Gesundheitsarchiv zur Prävention:​ BMI-Entwicklung in der Bundeswehr über sechs Jahrzehnte


Präventivmedizin
AIM:​ Das Andernacher Inventar zur militärischen Leistungsbeurteilung – Konzeption eines neuen Messinstruments für die präventivmedizinische Forschung in der Bundeswehr



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Untersuchungen zur Gebrauchstauglichkeit einer bundeswehreigenen Autoinjektor-Plattform:​ Ergebnisse der zweiten formativen Studie





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Präventivmedizin PDF

AIM: Das Andernacher Inventar zur militärischen Leistungsbeurteilung – Konzeption eines neuen Messinstruments für die präventivmedizinische Forschung in der Bundeswehr*

AIM: Andernach Inventory of Military Performance – Construction of a New Measurement Tool for
Preventive Medicine Research in the Bundeswehr

Alexander Witzkia, Kristina Küpera, Nils-Alexander Simonc, Ursa Nagler-Nitzschnera, Sarah Schrammb, Manuela Andrea Hoffmanna,c,d

a Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr, Andernach und ASt ­Koblenz

b Verbindungsstabsoffizier des Heeres am Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr – Ausbildungskommando, Leipzig

c Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

d Medizincampus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Der Beitrag wurde von A. Witzki und K. Küper in gemeinsamer Erstautorenschaft erstellt.

* Die in diesem Beitrag verwendeten Personenbezeichnungen beziehensich immer gleichermaßen auf weibliche und männliche Personen. Auf eine Doppelnennung und gegenderte Bezeichnungen wird im Allgemeinen zugunsten einer besseren Lesbarkeit, verzichtet.

Zusammenfassung

Die Erhaltung der militärischen Leistungsfähigkeit ist ein präventivmedizinisch relevanter Ansatz zur langfristigen Sicherung der Einsatzfähigkeit von Soldaten und Soldatinnen. Derzeit existieren weder eine einheitliche Definition der militärischen Leistungsfähigkeit noch ein entsprechendes Messverfahren zur Erfassung derselben. Vor diesem Hintergrund wurde vom Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr mit dem Andernacher Inventar zur militärischen Leistungsbeurteilung (AIM) ein Messinstrument entwickelt, das die für die Bundeswehr relevanten Dimensionen der allgemeinen militärischen Leistungsfähigkeit erfasst. Die Dimensionen Soldatisches Verhalten, Körperliche Leistungsfähigkeit und Geistige Leistungsfähigkeit können sowohl als Selbstbeurteilung von Soldatinnen und Soldaten als auch als Fremdbeurteilung durch Vorgesetzte sowie Kameradinnen und Kameraden erhoben werden.

Erste Auswertungsergebnisse zeigen, dass AIM ein reliables, objektives und testökonomisches Verfahren mit hoher Augenscheinvalidität ist und sich hervorragend für die Erhebung allgemeiner militärischer Leistungsfähigkeit in präventivmedizinischen Studien eignet.

Schlüsselwörter: Selbsteinschätzung, Fremdeinschätzung, militärische Leistung, 360°-Feedback

Summary

Soldiers’ military performance is an important preventive medical factor in maintaining long-term combat readiness. Currently, military performance lacks both a clear definition and suitable measurement tools. Against this backdrop, the Bundeswehr Institute of Preventive Medicine has developed the Andernach Inventory of Military Performance (AIM). With the dimensions ofsoldiering, physical performance and mental performance, AIM covers all aspects of general military performance relevant to the Bundeswehr. It allows for self-assessment as well as performance appraisal by superiors and peers. Preliminary results indicate that AIM has high face validity and meets established standards of reliability, objectivity, and test efficiency. Overall, it is eminently suited for measuring general military performance in the context of preventive medicine research.

Keywords: self-assessment; subjective assessment; objective assessment; military performance; 360-degree feedback

Einleitung

„Alle Soldatinnen und Soldaten müssen eine ausreichende physische und psychische Leistungsfähigkeit besitzen, um die Anforderungen des soldatischen Dienstes, jederzeit erfüllen zu können.“ [4]

Angesichts der enormen körperlichen und mentalen Anforderungen des Soldatenberufs [5] ist eine ausreichende Leistungsfähigkeit nicht nur für die Diensterfüllung, sondern auch für die Gesunderhaltung von Soldatinnen und Soldaten von entscheidender Bedeutung. So können individuelle Leistungsdefizite im militärischen Kontext erhebliche gesundheitliche Konsequenzen haben, von vermehrten Verletzungen in der Basisausbildung [15] bis hin zu einem erhöhten Risiko für einsatzbedingte Traumafolgeerkrankungen [1].

Trotz ihrer großen präventivmedizinischen Bedeutung ist individuelle militärische Leistungsfähigkeit bisher nicht einheitlich definiert (siehe Brunyé et al [2] für eine Übersicht verschiedener Definitionsversuche). Ursächlich dafür ist die Komplexität des Konstrukts, das mehrere, oft schwer voneinander abzugrenzende Dimensionen umfasst. So unterscheidet das Total Force Fitness-Konzept der US-amerikanischen Streitkräfte beispielsweise acht Domänen militärischer Leistungsfähigkeit voneinander [14]. Vielen Definitionen ist zwar gemein, dass Leistungsfähigkeit als die Befähigung einer Person beschrieben wird, ihr gestellte Aufgaben zu erfüllen (vgl. auch [4]); es mangelt aber an Konsens darüber, wie sich diese Befähigung im militärischen Kontext operationalisieren lässt [17].

In der empirischen Praxis bietet es sich deswegen an, Ersatzvariablen zur Erfassung der militärischen Leistungsfähigkeit zu nutzen. Dies können beispielsweise Ergebnisse von körperlichen Leistungstests (z. B. Basis-Fitness-Test (BFT) [4], Soldatengrundfitnesstest (SGT) [3]) oder das erfolgreiche Absolvieren eines militärischen Ausbildungsteils bzw. Lehrgangs (Abschlussübung Basisausbildung, Einzelkämpferlehrgang etc.) sein. Dieses Vorgehen bildet jedoch nur Teilaspekte militärischer Leistung ab bzw. erlaubt keine vergleichenden Messungen, z. B. über verschiedene Zeitpunkte, Ausbildungsgrade oder Verwendungen hinweg.

Derzeit stehen für präventivmedizinische Forschungsprojekte im militärischen Kontext keine allgemein verwendbaren Testinstrumente zur Erfassung der individuellen militärischen Leistungsfähigkeit zur Verfügung [17]. Ziel des vorliegenden Entwicklungsprojekts des Instituts für Präventivmedizin der Bundeswehr (InstPrävMedBw) war deshalb die Neukonzeption eines solchen Testinstruments für die Bundeswehr.

Militärische Leistungsfähigkeit innerhalb der Bundeswehr

Für die Bundeswehr lassen sich anhand der Anforderungen militärischer Tätigkeiten und auf Grundlage geltender Regelungen und Gesetze drei Dimensionen der militärischen Leistungsfähigkeit unterscheiden:

(1) Soldatisches Verhalten,

(2) Körperliche Leistungsfähigkeit und

(3) Geistige Leistungsfähigkeit.

Für die Dimension (1) Soldatisches Verhalten sind – neben dem soldatischen Selbstverständnis [18] – die im Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten [12] verankerten soldatischen Pflichten maßgeblich. Von zentraler Bedeutung sind dabei insbesondere die Kameradschaftspflicht (§ 12), die Wahrheitspflicht (§ 13) und die Gehorsamspflicht (§ 11).

Die Dimension (2) Körperliche Leistungsfähigkeit leitet sich aus der Allgemeinen Regelung „Körperliche Leistungsfähigkeit“ (A2–224/0–0-1) [3] ab. Wie in der Regelung beschrieben sind für die Bewältigung militärischer Tätigkeiten neben den Leistungsparametern Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit bzw. Gewandtheit auch Robustheit und Gesundheit ausschlaggebend [3].

Die Dimension (3) Geistige Leistungsfähigkeit bezieht sich auf mentale Fähigkeiten, die für die Bewältigung der psychischen [10] und kognitiven Anforderungen [6] militärischer Tätigkeiten entscheidend sind. Von grundlegender Bedeutung sind dabei ein ausreichendes Maß an Lernfähigkeit, Aufnahmefähigkeit und Kommunikationsfähigkeit sowie die erfolgreiche Verarbeitung und Umsetzung von Informationen. Bestimmte Verwendungen und Spezialisierungen können darüber hinaus zusätzliche, z. T. deutlich komplexere mentale Fähigkeiten erfordern (z. B. [7]).

Die einzelnen (Sub-)Dimensionen militärischer Leistungsfähigkeit sind nicht voneinander unabhängig, ­sondern interdependent (z. B. [16]) und weisen teils ­große Überschneidungen auf (z. B. [13]). Folgerichtig erfordert die erfolgreiche Bewältigung militärischer Aufgaben in der Regel ein Zusammenspiel von mehreren ­Fähigkeiten und Verhaltensmustern, die z. T. in unterschiedlichen (Sub-)Dimensionen kategorisiert sein können [11].

Das Andernacher Inventar zur militärischen ­Leistungsbeurteilung (AIM)

Die Zielvorgabe für das neu zu entwickelnde Messinstrument war die Erfassung der individuellen militärischen Leistungsfähigkeit in allen für die Bundeswehr relevanten Dimensionen. Dabei sollte die Leistung aller Soldaten unabhängig von ihrer Verwendung und ihren Spezialisierungen beurteilbar sein. Darüber hinaus sollte das Verfahren sowohl von den Soldaten selbst als auch von ihrem Umfeld im Sinne eines 360°-Feedbacks eingesetzt werden können. Um einen möglichst großen Anwenderkreis zu erreichen, sollte das Verfahren zudem ohne Erläuterungen durch Fachexperten oder Testleitende anwendbar und, angesichts starker Bildungsunterschiede innerhalb des militärischen Personals [9], möglichst einfach verständlich sein. Zur Gewährleistung der Testökonomie sollte das Verfahren möglichst wenig Zeit in Anspruch nehmen und für Gruppentestungen geeignet sein.

Auf Grundlage dieser Vorgaben wurde zunächst ein Kurzfragebogen konzipiert und erfahrenem militärischen Führungs- und Ausbildungspersonal (Dienstgradgruppen: Unteroffiziere ohne Portepee bis Stabsoffiziere) vorgelegt1. Anhand deren Rückmeldungen wurde der Fragebogen hinsichtlich seiner Verständlichkeit und Durchführbarkeit optimiert und anschließend in mehreren Forschungsprojekten des InstPrävMedBw erprobt2.

Das so entwickelte Andernacher Inventar zur Militärischen Leistungsbeurteilung (AIM) dient der Messung der allgemeinen militärischen Leistungsfähigkeit im Verständnis der Bundeswehr. Es besteht aus drei Items, die durch die ausfüllende Person auf einer deutschen Notenskala (1–6) beurteilt werden, und kann sowohl zur Selbst- als auch zur Fremdbeurteilung genutzt werden.

Struktur des Messinstruments

Die drei Dimensionen militärischer Leistungsfähigkeit wurden im AIM anhand von drei Items operationalisiert (Tabelle 1). Jedes der Items setzt sich aus dem Namen der Dimension und einer kurzen Beschreibung zusammen, die der ausfüllenden Person alle relevanten Aspekte (Sub-Dimensionen) der jeweiligen Dimension vergegenwärtigen und so deren vollumfängliche Beurteilung ermöglichen soll.

Tab 1: Test-Items

Eine kleinteiligere Operationalisierung der Sub-Dimensionen anhand mehrerer separater Items erwies sich im Rahmen der Konzeption und der Experteninterviews als nicht praktikabel. Besonders relevant war in diesem ­Zusammenhang, dass die Items der Sub-Dimensionen teilweise eine komplexe Erläuterung erforderten. Ein ­Beispiel ist die Sub-Dimension „Kameradschaft“ der Dimension Soldatisches Verhalten.Sie wird im Soldatengesetz folgendermaßen definiert:

„Der Zusammenhalt der Bundeswehr beruht wesentlich auf Kameradschaft. Sie verpflichtet alle Soldaten, die Würde, die Ehre und die Rechte des Kameraden zu achten und ihm in Not und Gefahr beizustehen. Das schließt gegenseitige Anerkennung, Rücksicht und Achtung fremder Anschauungen ein.“ [12]

Angesichts dieser Definition müsste ein entsprechendes Einzelitem zwangsläufig sehr komplex formuliert werden. Damit wäre die angestrebte Voraussetzung einer einfachen Verständlichkeit des Messinstruments gefährdet. Hinzu kommt, dass Sub-Dimensionen wie die Informationsverarbeitung und die Lernfähigkeit selbst von ­Fachexperten im Rahmen von AIM nicht (einfach) zu beurteilen sind. Verbunden mit der bereits erwähnten Interdependenz der Sub-Dimensionen würde eine kleinteiligere Operationalisierung insgesamt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu einer höheren Fehlervarianz bei der Datenerhebung führen, was die Reliabilität und Validität des Messinstruments negativ beeinflussen würde.

Antwortskala

Bei der Konstruktion der Beurteilungsskala für AIM wurde der Fokus auf die einfache Verständlichkeit der Skala gelegt. Da angenommen werden kann, dass alle deutschen Soldaten mit dem deutschen Schulnotensystem vertraut sind, wurde eine sechsstufige Skala mit den in Tabelle 2 dargestellten verbalen Ankern verwendet.

Tab 2: Beurteilungsskala mit verbalen Ankern

Obwohl es sich hier streng genommen um eine Ordinalskala handelt, wird – vergleichbar mit dem Vorgehen bei klassischen Likert-Skalen – eine quasimetrische Verteilung der Werte angenommen und die Skala als Intervallskala genutzt.

Auswertung

Aufgrund der angenommenen Gleichwertigkeit der mittels der Einzelitems operationalisierten Dimensionen der Leistungsfähigkeit wird das AIM-Gesamtergebnis als ungewichteter arithmetischer Mittelwert der Einzelitems berechnet. Der resultierende Wert liegt dementsprechend, wie die Werte der Einzelitems, zwischen 1 und 6 und lässt sich entsprechend der Beurteilungsskala einfach interpretieren.

Testgütekriterien/Psychometrische Qualität

Neu entwickelte Messverfahren müssen bestimmte Testgütekriterien erfüllen. Insbesondere sollen die Validität, die Objektivität und die Reliabilität eines Verfahrens sichergestellt sein [8].

Die Frage der Validität, also inwiefern ein Testverfahren misst, was es messen soll, kann für AIM noch nicht abschließend beantwortet werden. Zwar zeigten die im Rahmen der Testkonstruktion durchgeführten Experteninterviews eine hohe Augenscheinvalidität; Unter­suchungen zur Konstruktvalidität, zur diskriminanten Validität oder zur Kriteriumsvalidität stehen aber noch aus. Nach Abschluss laufender Forschungsprojekte des InstPrävMedBw wird es allerdings möglich sein, den ­Zusammenhang von AIM-Ergebnissen mit anderen Indikatoren militärischer Leistung, wie BFT- und SGT-Ergebnissen oder dem Lehrgangserfolg im Einzelkämpferlehrgang, zu quantifizieren.

Objektivität beschreibt, inwiefern die Ergebnisse eines Testverfahrens unabhängig von den Personen sind, die das Verfahren durchführen, auswerten und die Testergebnisse interpretieren. Durchführungs- und Auswertungsobjektivität werden für die Selbst- und Fremdbeurteilung mittels AIM durch schriftliche Instruktionen sowie durch ein standardisiertes Auswertungsverfahren gewährleistet, das keinen Interpretationsspielraum für die Auswertenden vorsieht. Die Interpretationsobjektivität ist dagegen derzeit nicht vollständig gegeben. Zwar ist die Deutung des Testergebnisses unabhängig vom Diagnostiker, jedoch liegen bisher keine Normwerte vor. Somit kann ein Vergleich verschiedener Testergebnisse immer nur innerhalb derselben Stichprobe erfolgen.

Tab. 3: Koeffizienten der internen Konsistenz (Cronbachs Alpha) von AIM-Selbstbeurteilungen

Hinweis: α = Cronbachs Alpha; # = Die Studien sind im Artikel „Grundausbildung als präventivmedizinisches Untersuchungsmodell: Entwicklung eines standardisierten Studiendesigns zur Erfassung von Prädiktoren militärischer Leistung, Stressempfinden und Gesundheitserleben“ in diesem Heft näher beschrieben und werden entsprechend der dort verwendeten Terminologie als Pilotstudie 1 und Pilotstudie 2 bezeichnet; * = Die Testzeitpunkte werden in dem in Hinweis zu # genannten Artikel beschrieben und in der dortigen Abbildung 2 dargestellt.

Die als Reliabilität bezeichnete Zuverlässigkeit von Testverfahren lässt sich anhand verschiedener statistischer Verfahren ermitteln. Für AIM sind die Äquivalenz (interne Konsistenz) und die zeitliche Stabilität der Testergebnisse im Rahmen von Messwiederholungen (Retest-Reliabilität) relevant und wurden, wie im Folgenden beschrieben, geprüft.

Zur Ermittlung der Äquivalenz der AIM-Selbstbeurteilung wurde Cronbachs Alpha als interner Konsistenzkoeffizient in verschiedenen Stichproben berechnet3. Die in Tabelle 1 berichteten Werte der Selbstbeurteilung variieren stark zwischen α = 0,52 und α = 0,88. Dabei stellt der Wert von α = 0,524 einen Ausreißer dar, der vermutlich auf den spezifischen Zeitpunkt der zugrundeliegenden Datenerhebung zurückgeht, zu dem die Studienteilnehmenden mit ihrer persönlichen militärischen Leistungsfähigkeit noch sehr wenig vertraut waren (vgl. Artikel zur Grundausbildung als präventivmedizinischem Untersuchungsmodell in diesem Heft, S. 540-545). Insgesamt legen die Ergebnisse zur internen Konsistenz den Schluss nahe, dass mit den Dimensionen des AIM ein gemeinsames homogenes Konstrukt erfasst wird.

In einer Studie zur Abklärung des idealen Testzeitpunkts zum Ende der Basisausbildung konnte im zeitlichen ­Abstand von 16 Tagen eine wiederholte Messung der AIM-Selbstbeurteilung erfolgen. Dabei wurde eine Retest-Reliabilität von r = 0,79 (N = 32) ermittelt. Die Studienteilnehmer waren männliche Rekruten gegen Ende der Basisausbildung und damit Soldaten mit minimaler militärischer Erfahrung. Es ist anzunehmen, dass die militärische Leistungsfähigkeit zu Beginn der militärischen Laufbahn stärkeren Veränderungen unterliegt als zu späteren Zeitpunkten. Daher liegt der Schluss nahe, dass die zeitliche Stabilität der AIM-Ergebnisse bei Stichproben mit mehr Diensterfahrung vergleichbar oder höher ausfällt. Selbstverständlich müssen sich diese Hypothese, ebenso wie die Annahme, dass auch für Soldatinnen die zeitliche Stabilität der Ergebnisse gegeben ist, in Zukunft empirisch bewähren.

Fazit und Ausblick

Mit dem AIM stellt das InstPrävMedBw ein Befragungsinstrument zur Selbst- und Fremdbeurteilung der individuellen militärischen Leistungsfähigkeit im Verständnis der Bundeswehr bereit. Das Verfahren ist reliabel, objektiv und weist eine hohe Augenscheinvalidität auf. Aufgrund der geringen Anzahl an Items und der Verwendung einer einfach verständlichen Skala zur Bewertung ist das Verfahren zudem ökonomisch und steht einer Vielzahl von Anwendern offen. AIM ist zur Erhebung wissenschaftlicher Daten geeignet und wird bereits in einer Reihe präventivmedizinischer Forschungsprojekte des InstPrävMedBw eingesetzt. Für die Zukunft sind zusätzliche Untersuchungen zur Validität sowie die Erhebung von soldatischen Stichproben mit unterschiedlichen Verwendungen und Spezialisierungen zum Zwecke der Normierung des Messverfahrens geplant.


 

Kernaussagen

  • Die Erfassung der militärischen Leistungs­fähigkeit ist ein wichtiger Faktor für die präventivmedizinische Unterstützung von Soldatinnen und Soldaten.
  • Bisher gibt es weder eine einheitliche Definition noch ein einheitliches Messverfahren zur Erfassung der allgemeinen militärischen Leistungsfähigkeit.
  • Militärische Leistungsfähigkeit in der Bundeswehr kann in die Dimensionen Soldatisches Verhalten, Körperliche Leistungsfähigkeit und Geistige Leistungsfähigkeit eingeteilt werden.
  • Das AIM erfasst die für die Bundeswehr relevanten Dimensionen militärischer Leistungsfähigkeit und kann sowohl zur Fremd- als auch zur Selbstbeurteilung genutzt werden.
  • AIM ist ein reliables, objektives und testökonomisches Verfahren mit einer hohen Augenscheinvalidität.

Literatur

  1. Bonanno GA, Mancini AD, Horton JL et al. Trajectories of trauma symptoms and resilience in deployed U.S. military service members:prospective cohort study. Br J Psychiatry 2012;200(4):317-323. mehr lesen
  2. Brunyé TT, Goring SA, Cantelon JA et al. Trait-level predictors of human performance outcomes in personnel engaged in stressful laboratory and field tasks. Front Psychol 2024;15:1449200. mehr lesen
  3. Bundesministerium der Verteidigung: Allgemeine Regelung A2-224/0-0-1: Körperliche Leistungsfähigkeit. Bonn/Berlin;2025.(nicht öffentlich zugänglich)
  4. Bundesministerium der Verteidigung:Allgemeine Regelung A2-221/0-0-1: Ausbildung und Erhalt der Individuellen Grundfertigkeiten. Bonn/Berlin;2026.(nicht öffentlich zugänglich)
  5. Campbell DJ, Nobel OB-Y. Occupational stressors in military service: a review and framework. Mil Psychol 2009;21(suppl 2):47-67. mehr lesen
  6. Chérif L, Wood V, Marois A, Labonté K, Vachon F. Multitasking in the military: cognitive consequences and potential solutions. ACP 2018;32(4):429-439. mehr lesen
  7. Da Silva D, Mair P, Renner K-H, Wesemann U. Das Potenzial im Fokus: Innovationen im Auswahlprozess des Kommando Spezialkräfte. WMM 2025;69(4):126-132. mehr lesen
  8. Döring N. Forschungsmethoden und Evaluation in den Sozial- und Humanwissenschaften. Berlin: Springer;2023.
  9. Elbe M. Bewerberstudie 2022. Vom anfänglichen Interesse bis zur abgeschlossenen Bewerbung bei der Bundeswehr. Potsdam: Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr;2023. mehr lesen
  10. Flood A, Keegan RJ. Cognitive resilience to psychological stress in military personnel. Front Psychol 2022;13:809003. mehr lesen
  11. Forse JN, Beckner ME, Giles GE et al. Psychological, physical, and cognitive factors that influence tactical performance during a military relevant virtual reality scenario. Cogn Res Princ Implic 2025;10(1):76. mehr lesen
  12. Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten:(Soldatengesetz - SG);2026. mehr lesen
  13. Giles GE, Navarro E, Elkin-Frankston S et al. Characterizing relationships among the cognitive, physical, social-emotional, and health-related traits of military personnel. Mil Med 2023;188(7-8):e2275-e2283. mehr lesen
  14. Jonas WB, O'connor F, Deuster P, Macedonia C. Military Medicine. Volume 175, August 2010, Supplement. Total Force Fitness for the 21st century:A new paradigm 2010. mehr lesen
  15. Jones BH, Hauret KG, Dye SK et al. Impact of physical fitness and body composition on injury risk among active young adults:a study of army trainees. J Sci Med Sport 2017;20(suppl 4):17-22. mehr lesen
  16. Martin K, Périard J, Rattray B, Pyne DB. Physiological factors which influence cognitive performance in military personnel. Hum Factors 2020;62(1):93-123. mehr lesen
  17. Travis TW, Brown DL. Human performance optimization:a framework for the military health system. Mil Med 2023;188(suppl 1):44-48. mehr lesen
  18. Zentrum Innere Führung (Hrsg.):Handbuch Innere Führung. Koblenz:Fachinformationszentrum der Bundeswehr. mehr lesen

Manuskriptdaten

Zitierweise

Witzki A, Küper K, Simon NA, Nagler-Nitzschner U, Schramm S, Hoffmann MA. AIM: Das Andernacher Inventar zur Militärischen Leistungsbeurteilung – Konzeption eines neuen Messinstruments für die präventivmedizinische Forschung in der Bundeswehr. WMM 2026;70(11): 553-557.

DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-1000

Für die Verfasser

Regierungsdirektor Dr. Alexander Witzki

Fachbereich A3 – Psychische Leistungsfähigkeit

Abteilung A – Gesundheits- und Leistungsförderung, Koblenz

Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr, Andernach

Aktienstraße 87, 56626 Andernach

E-Mail: InstPraevMedBwA3@bundeswehr.org

Manuscript Data

Citation

Witzki A, Küper K, Simon NA, Nagler-Nitzschner U, Schramm S, Hoffmann MA. [AIM: Andernach Inventory of Military Performance – Construction of a new measurement tool for preventive medicine research in the Bundeswehr]. WMM 2026;70(11):553-557.

DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-1000

For the Authors

Dr. Alexander Witzki

Division A3 – Performance Psychology

Department A – Health- and Fitness Promotion, Koblenz

Bundeswehr Institute of Preventive Medicine, Andernach

Aktienstraße 87, D-56626 Andernach

E-Mail: InstPraevMedBwA3@bundeswehr.org


1 Die Verfasser danken der Führung und den Angehörigen der 10./FschJgRgt 26 für ihre Unterstützung.

2 Empirische Untersuchung zu psychischen Einflussfaktoren auf Befinden und Leistung von Rekrutinnen und Rekruten in der Grundausbildung (Projekt-Nr.: 02/06/2024).

3 Die Studien sind im Artikel „Grundausbildung als präventivmedizinisches Untersuchungsmodell: Entwicklung eines standardisierten Studiendesigns zur Erfassung von Prädiktoren militärischer Leistung, Stressempfinden und Gesundheitserleben“ in diesem Heft näher beschrieben und werden analog der dort verwendeten Terminologie als Pilotstudie 1 und Pilotstudie 2 bezeichnet.

4 Cronbachs Alpha für die 32 männlichen Studienteilnehmer, die an allen drei Messzeitpunkten teilnahmen betrug zu t1 nur 0,31.

Wehrpharmazie PDF

Untersuchungen zur Gebrauchstauglichkeit einer bundeswehreigenen Autoinjektor-Plattform: Ergebnisse der zweiten formativen Studie

Usability Engineering of a Military Autoinjector Platform:

Results from the Second Formative Study

Alexander Rohea, Hanna Adamsa, Dietmar Springerb, Nadja M. Herkerta

a Fachabteilung IV -Wehrpharmazie, Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr, Koblenz

b Abteilung C – Pharmazie, Zentrales Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, München

Zusammenfassung

Zur sicheren Versorgung der Bundeswehr mit Autoinjektoren wird die Eigenherstellung mithilfe einer Plattformtechnologie angestrebt. Nach der Untersuchung der Gebrauchstauglichkeit eines Autoinjektor-Prototyps in der ersten formativen Studie wurden Designanpassungen an der Autoinjektor-Plattform vorgenommen. Die Gebrauchstauglichkeit des aktualisierten Designs wurde hier in einer zweiten formativen Studie untersucht.

Die Teilnehmenden wurden einem Haupt- und einem Nebenarm zugeordnet, wobei im Nebenarm die Anwendung des Autoinjektors unter erschwerten Bedingungen im Fokus stand. Beobachtungen während der Durchführung sowie die anschließende standardisierte Befragung zeigten, dass keine relevanten Gebrauchsfehler oder Probleme der Gebrauchstauglichkeit auftraten. Die Etablierung des Device kann ohne Designänderungen weiterverfolgt werden.

Schlüsselwörter: Gebrauchstauglichkeit, Formative Studie, Autoinjektor, Gebrauchsfehler, Wehrpharmazie

Summary

To ensure a safe and continuous supply of autoinjectors to the Bundeswehr, self-production is sought via a respective platform technology. After examining the suitability of an autoinjector prototype in the first formative study, design adjustments were made to the autoinjector platform. The suitability of the updated design was considered here in a second formative study.

Participants were assigned to a main arm and a side arm, with the side arm focusing on application in a demanding use environment. Observations during execution and the subsequent standardised survey showed no relevant use errors or usability issues. The establishment of this device can be pursued without further design changes.

Keywords: usability engineering; human factors engineering; formative study; autoinjector; use error; military pharmacy

Hintergrund und Zielsetzung

Autoinjektoren zur Verabreichung von Wirkstoffen in Notfallsituationen sind zur Selbst- und Kameradenhilfe im militärischen Kontext und folglich auch in der Bundeswehr etabliert [13][17][18]. Vor dem Hintergrund der anhaltend unsicheren Marktverfügbarkeit militärisch nutzbarer Autoinjektoren strebt die Bundeswehr die Eigenherstellung von Autoinjektoren zur Versorgung der Soldatinnen und Soldaten an [9][11].

Hierzu ist aus arzneimittelrechtlicher Sicht eine Zulassung erforderlich, im konkreten Fall als Zulassung eines Kombinationsarzneimittels: Der Autoinjektor besteht aus einem Medizinprodukteanteil (vereinfacht: Autoinjektorhülle) und einem Arzneimittelanteil (vereinfacht: Wirkstofflösung) [1][10][16]. Einen wichtigen Anteil bei der Zulassung haben dabei Gebrauchstauglichkeitsstudien, sogenannte formative Studien. Diese dienen dazu, den Kontext der Anwendung zu verstehen und die Schnittstelle zwischen Anwendenden und Autoinjektor, das User Interface, so zu gestalten, dass eine sichere und wirksame Anwendung im antizipierten Nutzungskontext gewährleistet ist [2][8].

Im Rahmen der ersten formativen Studie erfolgte eine erste Anwendung von Autoinjektor-Prototypen durch militärisches Nicht-Fachpersonal unter Laborbedingungen. Hierbei konnten Informationen zur Produktgestaltung und zu möglichen Gebrauchsfehlern gewonnen werden, die im Anschluss in einer Änderung der Designmerkmale des Autoinjektors resultierten [12]. Das Ziel der vorliegenden zweiten formativen Studie bestand darin, das aktualisierte Design des Autoinjektors hinsichtlich Sicherheit, Effektivität, Effizienz und intuitiver Bedienbarkeit zu testen und daraus entweder weitere Vorgaben abzuleiten oder die Eignung für die Serienproduktion zu bestätigen.

Material und Methodik

Charakterisierung des Untersuchungsgegenstands (Autoinjektor)

Der Untersuchungsgegenstand wurde im Rahmen der Veröffentlichung der ersten formativen Studie bereits umfassend charakterisiert [12]. Im Speziellen handelt es sich um einen Autoinjektor zur einmaligen intramuskulären Applikation einer festgelegten Wirkstoffdosis mit einer 2-Schritt-Aktivierung. Die Aktivierung erfolgt durch Abziehen der Verschlusskappe. Durch Ausüben eines senkrechten Drucks auf die gewünschte Injektionsstelle wird dann der Autoinjektor ausgelöst; das heißt, Nadelvorschub und Injektion erfolgen automatisiert. Abbildung 1 zeigt den in der Studie verwendeten Autoinjektor.

Abb. 1: Charakterisierung des Autoinjektors in seinen unterschiedlichen Zuständen: verschlossen (oben), aktiviert (mittig) und nach Auslösung mit arretiertem Nadelschutz (unten). Der orangefarbene Nadelschutz umschließt die Nadel und verringert die Verletzungsgefahr. (Bildinhalte wurden aus patentrechtlichen Gründen teilweise unkenntlich gemacht)

Die Ergebnisse der ersten formativen Studie wurden in ein aktualisiertes Industriedesign des Autoinjektors überführt. Von außen sichtbare Veränderungen umfassen im Wesentlichen:

  • die Überarbeitung der bebilderten Anleitung zur Erhöhung der intuitiven Verständlichkeit des korrekten Gebrauchs (Abbildung 2),
  • die Veränderung des Kappendesigns zur Verbesserung der Griffigkeit,
  • das Hervorheben der Kolbenstange (gelb) und das Verschieben der Sichtfenster auf die breite Seite des Autoinjektors zur Verbesserung der Erkennbarkeit einer erfolgreichen Auslösung,
  • das Einfügen einer geeigneten Perforationslinie, um bereits geöffnete Autoinjektoren kenntlich zu machen und gleichzeitig Wasserdichtigkeit/Staubschutz zu gewährleisten,
  • die Anpassung der Form des hinteren Bauteils, um eine Verwechslung mit einem Auslöseknopf zu vermeiden,
  • Aufbringung eines Etiketts mit allen Kennzeichnungselementen, die auch beim Fertigarzneimittel erwartet werden können; als Umsetzung der ersten formativen Studie sei insbesondere auf den beschrifteten Pfeil zur Kennzeichnung der Injektionsrichtung sowie auf die Farbringe zur erleichterten Erkennung der tatsächlichen Kappenlänge hingewiesen.

Da es sich bei dem untersuchten Autoinjektor um eine Plattform-Technologie handelt, wurde die Kennzeichnung auf dem Etikett als generisches Platzhalter-Etikett ausgeführt. Die Farbgebung der drei Farbringe auf der Kappe richtet sich nach der einschlägigen NATO-Vorgabe, z. B. gelb für Atropin oder rot für Morphin [15].

Die Fertigspritze im Innern des Autoinjektors war, wie in der ersten formativen Studie, mit isotonischer Kochsalzlösung als Modellflüssigkeit befüllt.

Studiendesign und praktische Durchführung

Das Studiendesign ist in Abbildung 3 dargestellt. Da die Anwendung des Autoinjektors zur Selbst- und Kameradenhilfe vorgesehen ist, sollten die Teilnehmenden an der Gebrauchstauglichkeitsuntersuchung den militärischen Personalkörper der Bundeswehr widerspiegeln. Alter und Geschlecht waren die wesentlichen Kriterien für die Auswahl der Teilnehmenden, wobei als Ausschlusskriterium insbesondere eine medizinische oder pharmazeutische Ausbildung galt. In Anlehnung an die erste formative Studie wurden drei Altersgruppen gebildet (17–29 Jahre, 30–48 Jahre und 49–62 Jahre; Zielgröße: insgesamt 60 Teilnehmende), wobei die Geschlechterverteilung innerhalb der Altersbänder in Anlehnung an das Soldatinnen- und Soldatengleichstellungsgesetz (SGleiG) zu 20 % weibliche und zu 80 % männliche Teilnehmende umfassen sollte [14].

Die Durchführung der zweiten formativen Studie erfolgte insbesondere außerhalb sanitätsdienstlicher Standorte. Die Teilnehmenden waren naiv, d. h. sie waren zuvor nicht über den konkreten Zweck informiert.

Nach dem Verlesen eines standardisierten Einweisungstextes und ohne Vorführung des Testgegenstands wurde unter Wahrung der Vergleichbarkeit zur ersten formativen Studie mit dem dreistufigen Vorgehen begonnen.

Stufe 1 (Effektivität):

Teilnehmende erhielten vom Aufsichtspersonal einen Autoinjektor, sollten sich anhand der aufgebrachten Bildanleitung (siehe Abbildung 2) mit der korrekten Anwendung vertraut machen und anschließend den Autoinjektor an einem bereitgestellten Injektionskissen anwenden. Nach Übergabe hatten die Teilnehmenden bis zum Abschluss der korrekten Anwendung 5 min Zeit. Die Zeit wurde vom Aufsichtspersonal erfasst, wobei die Teilnehmenden keine Kenntnis von der Zeitvorgabe hatten.

Abb. 2: Überarbeitete Bildanleitung zur korrekten Anwendung des Autoinjektors auf dem Etikett

Auf der zweiten Stufe erfolgte eine Differenzierung in Haupt- und Nebenarm, d. h. alle nahmen an Stufe 2a teil (Hauptarm) und circa die Hälfte zusätzlich an Stufe 2b (Nebenarm). Die Aufnahme in den Nebenarm erfolgte nach den Kriterien „Mitführen der zur Durchführung erforderlichen Ausrüstung“ und „Rekrutierung bis zur Ausschöpfung der definierten Teilnehmerzahlen (Alter/Geschlecht)“.

Stufe 2a (Effizienz):

Um einen möglichen Lerneffekt erfassen zu können, wurde auf Stufe 2a das Vorgehen der Stufe 1 wiederholt. Einziger Unterschied war die Reduktion der Zeitbegrenzung auf 1 min.

Stufe 2b (Nebenarm):

Die Teilnehmenden des Nebenarms absolvierten nach Verlesen eines standardisierten Einweisungstextes durch das Aufsichtspersonal zwei Teilprüfungen. Die erste Teilprüfung erfolgte in einem beleuchteten Raum, wobei die Teilnehmenden taktile Gefechtshandschuhe (ASD 37085) der persönlichen, dienstlich gelieferten Bekleidung trugen. Der Autoinjektor wurde beschwert und in einem mit Wasser gefüllten Eimer versenkt. Die Aufgabe war es, den Autoinjektor mit Handschuhen aus dem Wasser zu nehmen und erfolgreich an einem auf dem Boden liegenden Injektionskissen anzuwenden. Als Zeitvorgabe wurde den Teilnehmenden 1 min mitgeteilt, wobei hier lediglich ein erstes Zeitbewusstsein in Vorbereitung auf Teilprüfung 2 vermittelt werden sollte. Die Zeit wurde nicht erfasst.

Die zweite Teilprüfung des Nebenarms wurde ohne Handschuhe durchgeführt. Die Teilnehmenden erhielten einen Autoinjektor, den sie in beliebiger Orientierung in einer Beintasche ihres Feldanzugs verstauten. In der Folge wurden schwierigere Anwendungsbedingungen geschaffen: Die Teilnehmenden setzten ihre ABC-Schutzmaske auf (eingeschränkte Sicht), der Raum wurde vollständig verdunkelt und Stroboskoplicht eingeschaltet (schlechte Lichtverhältnisse), lauter Gefechtslärm wurde eingespielt (Übertönen der Geräusche des Autoinjektors und hektische, beklemmende Atmosphäre). Zusätzlich wurde den Teilnehmenden vor Beginn ein Zeitlimit von maximal 15 s für die gesamte Teilprüfung 2 erklärt. Die Zeit wurde nicht erfasst, sondern diente lediglich dazu, bei den Teilnehmenden Zeitdruck zu erzeugen. Für diese Aufgabe lagen die Teilnehmenden rücklings mit geschlossenen Augen auf dem Boden, und auf ein Zeichen hin mussten sie die Augen öffnen, sich orientieren, den Autoinjektor aus der Tasche holen und korrekt an einem auf dem Boden liegenden Injektionskissen anwenden.

Auf allen bisher beschriebenen Stufen protokollierte das Aufsichtspersonal sämtliche Beobachtungen sowie relevante Verbaläußerungen.

Stufe 3 (Befragung):

Alle Teilnehmenden wurden in der abschließenden Stufe 3 einer standardisierten Befragung mit acht Bewertungsfragen unterzogen, die an DIN EN ISO 17480 angelehnt und mithilfe einer fünfstufigen Smiley-Skala beantwortet wurden [4]. Eine offen formulierte Frage mit Freitextantwort erfasste mögliche Verbesserungen aus Sicht der Teilnehmenden. Folgende Fragen 1 bis 8 wurden gestellt:

  1. Konnten Sie die Bildanleitung auf dem Autoinjektor gut verstehen?
  2. Wie gut können Sie einen neuen/unangetasteten von einem geöffneten Autoinjektor unterscheiden?
  3. Wie zufrieden waren Sie mit der Aktivierung/dem Abziehen der Kappe des Autoinjektors?
  4. Wie zufrieden waren Sie mit der Griffigkeit (Kappe/Korpus mit Etikett)?
  5. Wie einfach fanden Sie es, die richtige Orientierung des Autoinjektors zu erfassen?
  6. War die gelbe Kolbenstange im Sichtfenster nach Abschluss der Injektion für Sie gut erkennbar?
  7. Nadelschutz gem. EN ISO 23908 [5]: Wie klar ist für Sie erkennbar, ob bzw. dass sich der Autoinjektor im sicheren Zustand befindet?
  8. Wie ist Ihr Gesamturteil?

Ergebnisse und Diskussion

Teilnehmendenkreis

Abbildung 3 zeigt auf der rechten Seite tabellarisch, wie viele Teilnehmende in die Studie eingeschlossen wurden und wie sich der Teilnehmendenkreis hinsichtlich des Alters und des Geschlechts aufschlüsselt. Insgesamt wurden 57 Teilnehmende in die formative Studie eingeschlossen. An zwei Stellen wurde die Zielgröße übererfüllt. Um den Eindruck einer Manipulation durch die selektive Entfernung von Einzelpersonen zu vermeiden, wurde auf einen Ausschluss verzichtet und alle in die Auswertung einbezogen. Eine Lücke ergab sich aus strukturellen Gründen: Außerhalb des Sanitätsdienstes und des Militärmusikdienstes sind sämtliche Laufbahnen erst seit 2001 für Frauen geöffnet [6]. Die Rekrutierung der Teilnehmenden erfolgte in der vorliegenden Studie bewusst außerhalb sanitätsdienstlicher Truppenteile, und die betroffenen Dienststellen hatten im oberen Altersband keine verfügbaren Soldatinnen in ihren Reihen.

Abb. 3: Studiendesign der vorliegenden formativen Studie

29 Teilnehmende des Hauptarms nahmen im Anschluss zusätzlich am Nebenarm der Studie teil, wobei hier die Unterrepräsentanz von Frauen durch eine zusätzliche Teilnehmerin im mittleren Altersband mitigiert wurde.

Das Lebensalter der Teilnehmenden lag zwischen 17 und 62 Jahren (Median: 35 Jahre; Mittelwert: 37 Jahre). Weitere Merkmale wie Händigkeit oder Sehhilfe (Brille) wurden zwar erhoben, ließen jedoch keine Anhaltspunkte für relevante Unterschiede erkennen. Aufgrund der Homogenität der Ergebnisse wurde bei der Darstellung auf eine weitere Differenzierung nach Alter oder Geschlecht verzichtet.

Auswertung, Erfolgsquote und Einhaltung von Zeitvorgaben

Erfassung und Auswertung erfolgten streng anonymisiert.

96,5 % der Teilnehmenden (55 von 57) waren bei der Durchführung der ersten Injektion (Stufe 1) erfolgreich, d. h. es erfolgte eine eigenständige, korrekte Injektion in das Injektionskissen. Zwei Teilnehmende hielten sich so eklatant nicht an die Haltezeit von 10 s, sondern ließen den Autoinjektor vorschnell los, sodass dies als „nicht erfolgreich“, jedoch nicht als Versagensfall gewertet wurde. Beide Teilnehmende bemerkten den Fehler selbstständig und konnten auf Stufe 2 erfolgreiche Anwendungen verzeichnen. Die zweite Injektion (Stufe 2a) sowie beide Teilprüfungen im Nebenarm verliefen zu 100 % erfolgreich (57 von 57).

Alle Teilnehmenden hielten bei allen Injektionen die Zeitvorgaben ein. Die Zeitspanne für die erste Injektion des Autoinjektors betrug im Median 60 s, für die wiederholte Injektion 30 s. Die durchschnittliche Anwendungsdauer sank von der ersten zur zweiten Injektion über das gesamte Teilnehmendenfeld hinweg.

Gebrauchsfehler

Bei einem Gebrauchsfehler weicht das Ergebnis des Produktgebrauchs vom beabsichtigten Ergebnis ab, ohne dass dies auf eine Fehlfunktion zurückzuführen ist. Gebrauchsfehler betreffen somit die nicht-erfolgreiche Durchführung, jedoch resultiert daraus nicht zwangsläufig eine fehlerhafte bzw. nicht wirksame Injektion.

Eine erfolgreiche Injektion ist insbesondere von der Haltezeit des Injektors am Applikationsort abhängig. Diese muss ausreichend lange sein, um eine vollständige Abgabe der Wirkstofflösung zu ermöglichen. Auf Stufe 1 wurde das Nichteinhalten der erforderlichen Haltezeit von 10 s achtmal beobachtet, davon bei zwei Teilnehmenden praktisch ohne Haltezeit. Bereits bei der zweiten Injektion (Stufe 2a) führten alle Teilnehmenden die Anwendung korrekt aus. Das Ergebnis entspricht dem vergleichbarer Studien, in denen die Haltezeit bei ausbleibender Vorausbildung als häufigster Gebrauchsfehler identifiziert wurde [7].

Zusätzlich ist normativ nach Abschluss der Injektion die visuelle Erfolgskontrolle anhand der Sichtbarkeit der Kolbenstange vorgesehen [3]. Die Kolbenstange ist bei erfolgreicher Abgabe der Wirkstofflösung im Sichtfenster des Autoinjektors in Gelb sichtbar. Eine unterlassene Erfolgskontrolle war in dieser Studie der häufigste Gebrauchsfehler. Dieser ist im militärischen Kontext wenig relevant: unwägbare Nutzungsumgebung, wie beispielsweise im Nebenarm simuliert, macht eine visuelle Kontrolle des Sichtfensters unmöglich und die Einhaltung der erforderlichen Haltezeit zum Primärkriterium. Im Einklang mit den bisher in der Bundeswehr vermittelten Ausbildungsinhalten zum Umgang mit Autoinjektoren erwiesen sich die Teilnehmenden als insgesamt diszipliniert hinsichtlich der Haltezeit von 10 s.

Die beobachteten Gebrauchsfehler lassen sich auf die unterlassene Einweisung der Teilnehmenden zur korrekten Anwendung des Autoinjektors zurückführen. Die Durchführung erfolgte ausschließlich eigenständig und nur anhand der Bildanleitung, die Teil der Kennzeichnung des Autoinjektors war. Zusätzlich ist die Sichtbarkeit der Kolbenstange blickwinkelabhängig durch die Größe des Sichtfensters eingeschränkt. Vor allem aus Gründen des UV-Schutzes der Wirkstofflösung ist das Sichtfenster nicht beliebig zu vergrößern. Eine moderate Vergrößerung des Sichtfensters am Etikett zur besseren Einsehbarkeit der Kolbenstange erscheint sinnvoll und lässt sich einfach über das Fenster im Etikett realisieren. Zur Reduktion der Auftretenswahrscheinlichkeit beider Gebrauchsfehler muss der Fokus auf einer adäquaten Ausbildung der korrekten Anwendung liegen, zum Beispiel im Rahmen der regelmäßigen sanitätsdienstlichen Wiederholungsausbildung. Der Schwerpunkt muss hier klar auf der ausreichend langen Haltedauer nach Beginn der Injektion liegen. Die visuelle Kontrolle der Kolbenstange dient lediglich als Ergänzung zur Überprüfung der erfolgreichen Injektion, sofern dies die Anwendungsbedingungen zulassen.

Subjektive Teilnehmerwertungen

Abbildung 4 gibt einen Überblick über die Ergebnisse der standardisierten Befragung auf Stufe 3. Die Ergebnisse von Haupt- und Nebenarm unterschieden sich kaum, weshalb die Ergebnisse in einer gemeinsamen Auswertung dargestellt werden. Die acht normierten Fragen lassen sich vier Teilbereichen zuordnen, die in Abbildung 4 (A) farblich gekennzeichnet sind. Die genaue Zusammensetzung der Einzelergebnisse ist Abbildung 4 (B) zu entnehmen. Das Akzeptanzkriterium lag bei einer durchschnittlichen Bewertung von ≥ 3 Punkten.

Abb. 4: Ergebnisse der Teilnehmerwertungen:
Das Netzdiagramm (A) zeigt die arithmetischen Mittelwerte der Einzelwertungen in farblich gekennzeichneten Fragenclustern (Frage 1: Human Factor Engineering, Fragen 2–6: Industriedesign, Frage 7: gem. EN ISO 23908 erforderliche Abfrage zum Nadelschutz; Frage 8: subjektives Gesamturteil).
Im gestapelten Säulendiagramm (B) sind die zugrundeliegenden Einzelwertungen dargestellt (n = 57)

Die erste Frage bezog sich auf die Verständlichkeit der Bildanleitung. Das Etikett des Autoinjektors wurde hier bewusst mit einem plausiblen Maximum an Informationen belegt, um größtmögliche Ablenkung sicherzustellen. 55 von 57 Teilnehmenden waren mindestens zufrieden mit der Verständlichkeit der Bildanleitung, negative Wertungen gab es keine (Mittelwert: 4,7 von 5 Punkten).

Die Fragen 2 bis 6 befassten sich mit dem Design des Autoinjektors. Die Teilnehmenden nahmen den Originalitätsverschluss, den Kappenabzug, die Griffigkeit der Kappe und die Device-Orientierung als positiv wahr. Hervorzuheben ist an dieser Stelle, dass auch die Teilnehmenden des Nebenarms beim Kappenabzug am nassen Autoinjektor mit nassen Handschuhen keinerlei Probleme feststellten. Im Vergleich zur ersten formativen Studie verbesserte sich die Bewertung der Griffigkeit der Kappe im Mittel um 0,8 Punkte. Gleichermaßen wurde auch die intuitive Erfassbarkeit der korrekten Orientierung des Device im Nebenarm mit entsprechend guten bis sehr guten Wertungen belegt, obwohl die Bedingungen dazu bewusst fordernd ausgelegt waren (siehe Stufe 2b).

Im Gegensatz dazu wurde die Sichtbarkeit der Kolbenstange von sechs der 57 Teilnehmenden negativ bewertet, was zu einer mittleren Wertung von 3,6 Punkten führt. Die verhältnismäßig schlechte Wertung ist mitunter die Folge eines Gebrauchsfehlers (siehe oben). Im Vergleich zur formativen Studie 1 konnte durch die Gelbfärbung der Kolbenstange der mittlere Punktewert jedoch um 0,9 gesteigert und damit in den akzeptablen Bereich gerückt werden.

Mit Frage 7 sollte durch die Teilnehmenden beurteilt werden, wie klar für sie erkennbar ist, dass sich der Autoinjektor in einem sicheren Zustand befindet [5]. 55 der 57 Teilnehmenden waren hier mindestens zufrieden (Mittelwert: 4,8).

Der subjektive Gesamteindruck wird unabhängig von vorangestellten Fragen mittels der Frage 8 erfasst. Alle Teilnehmenden waren mit dem Autoinjektor „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ (Mittelwert: 4,7). Verbaläußerungen der Teilnehmenden waren ebenfalls weit überwiegend positiv: „einfach“, „idiotensicher“ (sic!) und „kampfwertgesteigert“ waren genannte Adjektive. Die größeren Außenmaße wurden aus Gründen der Handlichkeit im Vergleich zu den bisher in der Bundeswehr etablierten Autoinjektoren als Vorteil gesehen, z. B. in Verbindung mit der sonstigen Ausrüstung (Handhabung mit Handschuhen).

Insgesamt verbesserte sich die subjektive Bewertung des Autoinjektors im Vergleich zur ersten formativen Studie [12]. Anhand der mittleren Punktwerte lässt sich eine deutliche Verbesserung bei den zuvor identifizierten Schwachstellen des Geräts (Device) erkennen.

Gebrauchstauglichkeit

Gebrauchstauglichkeitsprobleme werden in Abgrenzung zu Gebrauchsfehlern mittels einer Befragung der Teilnehmenden (Stufe 3) identifiziert. Die Gesamtbewertung der Teilnehmerzufriedenheit lag dabei im Durchschnitt bei 4,7 von 5 möglichen Punkten. Es konnten keine relevanten Probleme mit der Gebrauchstauglichkeit festgestellt werden, die eine Änderung des Autoinjektordesigns erfordern. Die in der ersten formativen Studie aufgetretenen Schwierigkeiten konnten behoben werden.

Aus Sicht der Gebrauchstauglichkeit ist das Design auf Basis vorliegender Studien vorbehaltlich der Implementierung der o.g. Ausbildung und der Durchführung einer abschließenden summativen Evaluierung als ausgereift einzustufen.

Fazit

Alle Teilnehmenden, unabhängig von Alter und Geschlecht, waren in der Lage, den Autoinjektor erfolgreich anzuwenden. Auch unter erschwerten Anwendungsbedingungen konnte die Anwendung des Autoinjektors erfolgreich durchgeführt werden. Der Autoinjektor belegt damit die initiale Eignung für die Serienproduktion aus Sicht der Gebrauchstauglichkeit. Die teilweise unterschrittene Haltedauer zur Einhaltung der Injektionszeit unterstreicht das Erfordernis einer umfassenden Einweisung in die korrekte Anwendung. Insgesamt wurde der Autoinjektor von den Teilnehmenden positiv bewertet, auch im Vergleich zu den bisher in der Bundeswehr ­eingesetzten Autoinjektoren. Die Gebrauchstauglichkeitsstudien zur Autoinjektorplattform sind somit abgeschlossen, ein weiterer Meilenstein in Richtung bundeswehreigener Herstellung von Autoinjektoren ist geschafft.

 


 

Kernaussagen

  • Die Bundeswehr entwickelt eine Autoinjektor-Plattform zur Versorgung mit verschiedenen autoinjektor-basierten Arzneimitteln in Eigenherstellung.
  • Ein autoinjektor-basiertes Fertigarzneimittel besteht vereinfacht aus einem Medizinprodukteteil (Autoinjektor) und einem Arzneimittelteil (Arzneimittelstoffformulierung).
  • Die präsentierte formative Studie dient dem Nachweis der Gebrauchstauglichkeit der Autoinjektor-Plattform und der Identifizierung von Gebrauchsfehlern.
  • Die getesteten Autoinjektoren werden durch die Teilnehmenden positiv bewertet, auch im Vergleich zu den bisher etablierten Autoinjektoren.
  • Aus Sicht der Gebrauchstauglichkeit ist die Autoinjektor-Plattform ausgereift und bereit für die Serienproduktion.

Literatur

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Erklärung zum Interessenkonflikt

Die Autorinnen und Autoren erklären übereinstimmend, dass kein Interessenkonflikt (gem. Vorgaben des International Committee of Medical Journal Editors zur Disclosure of Interests in der Fassung vom Februar 2021) besteht.

Bildquellennachweis: Alle Bildrechte liegen bei Oberfeldapotheker Dr. Alexander Rohe (Bundeswehr)

Manuskriptdaten

Zitierweise

Rohe A, Adams H, Springer D, Herkert NM. Untersuchungen zur Gebrauchstauglichkeit einer bundeswehreigenen Autoinjektor-Plattform: Ergebnisse der zweiten formativen Studie. WMM 2026;70(11):558-564.

DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-996

Für die Verfasser

Oberfeldapotheker Dr. Alexander Rohe

Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr

Von-Kuhl-Straße 50, 56070 Koblenz

E-Mail: alexanderrohe@bundeswehr.org

Manuscript Data

Citation

Rohe A, Adams H, Springer D, Herkert NM. [Usability Engineering of a Military Autoinjector Platform: Results from the second Formative Study]. WMM 2026;70(11):558-564.

DOI: https://doi.org/10.48701/opus4-996

For the Authors

Lieutenant Colonel (MC Pharm) Dr. Alexander Rohe

Bundeswehr Medical Support Command

Von-Kuhl-Straße 50, D-56070 Koblenz

E-Mail: alexanderrohe@bundeswehr.org

 
 
 

 

 

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