Wehrmedizinische Monatsschrift

  • Archiv
  • Kontakt
  • Archiv
  • Kontakt

Suchergebnis
Links
Rechts
Inhaltsverzeichnis
Editorial
Editorial
Dermatologie
Inzidenzen von Hautkrebs und dessen Präkanzerosen bei ­militärischem Personal der Bundeswehr – Update zur Versorgungsforschung








Dermatologie
Von Haut bis Hypophyse:​ Immuntherapiebedingte Nebenwirkungen bei der Therapie des malignen Melanoms










Dermatologie
Zielgerichtete Therapie des malignen Melanoms – aktueller Stand und Überblick









Dermatologie
Aktinische Keratosen – eine zunehmende Herausforderung auch im truppenärztlichen Alltag




Dermatologie
Der Anaphylaxie auf der Spur – molekulare Allergologie als Schlüssel zur Diagnose




Varia
Klinisch-pharmazeutische Dienstleistungen der Apotheke des ­Bundeswehrkrankenhauses Hamburg zur Prävention arzneimittel­bezogener Probleme und unerwünschter Arzneimittelwirkungen




Varia
Prüfquoten der Bundeswehrkrankenhäuser – Reaktionsmöglichkeiten auf Leistungskürzungen durch den Medizinischen Dienst


Tagungen und Kongresse
Einweihung einer Gedenkstele in der heutigen Ernst-von-Bergmann-Kaserne am 27.​ Januar 2026
Tagungen und Kongresse
Bericht über das 2.​ TENuK-Symposium vom 30.​ März bis 1.​ April 2026 in Idstein
Aus dem Sanitätsdienst
Ergänzung zum Artikel:​ Forum Allgemeinmedizin – Netzwerk für angewandte Forschung in der ambulanten Versorgung im ­Sanitätsdienst der Bundeswehr (WMM 2026–70(4))
Buchrezension
Ernährungsmedizin
Mitteilungen der DGWMP
Einladung zum Nachwuchsforum und Ausschreibung des Heinz-Gerngroß-Förderpreises 2026*
Mitteilungen der DGWMP e.​ V.​
Geburtstage Juli 2026
Tagungen und Kongresse PDF

Einweihung einer Gedenkstele in der heutigen
Ernst-von-Bergmann-Kaserne am 27. Januar 2026

Mirko Lange1

1Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr

Am 27. Januar 2026, dem nationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, wurde an der Sanitätsakademie der Bundeswehr eine Gedenkveranstaltung mit anschließender Einweihung einer Gedenkstele zur Erinnerung an die in den Nebenlagern des Konzentrationslagers Dachau in der heutigen Ernst-von-Bergmann-Kaserne begangenen Menschenrechtsverletzungen durchgeführt.

Bild 1: Gedenkstele mit dem Kranz des Kommandeurs der Sanitätsakademie der Bundeswehr (r.) und dem Kranz der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (l.) (© SanAkBw)

Die Gedenkstunde fand im ehrwürdigen Auditorium Maximum „Hans Scholl“ statt. Zahlreiche Dienststellenleiterinnen und Dienststellenleiter sowie Angehörige der Bundeswehr und hochrangige Gäste aus Politik und Gesellschaft folgten der Einladung in die Liegenschaft im Münchner Norden. Unter den Gästen waren u. a. der Generalkonsul der Republik Polen in München, Rafał Wolski, der Kommandeur des Landeskommandos Bayern, Brigadegeneral Thomas Hambach, der akademische Leiter des Generalkonsulats des Staates Israel, Elias S. Jungheim sowie die Stadträtin der Stadt München, Barbara Likus. Mehrere Vertretungen katholischer Vereinigungen waren ebenfalls der Einladung gefolgt, unter ihnen der stellvertretende Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, Klaus Schex, der stellvertretende Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Dr. Michael Wolf, und der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gemeinschaft Katholischer Soldaten. Auch der 2. Vorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. - Bezirksverband München, Oberstleutnant a. D. Heinrich Stadelmaier, gab sich die Ehre.

Bild 2: Stabsfeldwebel Mirko Lange beim Vortrag (© SanAkBw)

Nach der Begrüßung und der Einführung in die Gedenkveranstaltung durch den Kommandeur der Sanitätsakademie der Bundeswehr, Generalstabsarzt Dr. Hans-­Ulrich Holtherm, hielt Flottenarzt a. D. Dr. Volker Hartmann einen bemerkenswerten Vortrag über den Holocaust und die Gefahr der Gleichgültigkeit. Danach referierte Stabsfeldwebel Mirko Lange, der Initiator der Gedenkstele, detailliert über die Hintergründe der damaligen Nebenlager des Konzentrationslagers Dachau in der heutigen Ernst-von-Bergmann-Kaserne im Zeitraum von 1941 bis 1945. Dabei ging er auf die Ereignisse der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft ein, insbesondere auf das, was sich in der damaligen SS-­Kaserne in München-Freimann ereignet hatte. Am Beispiel des polnischen 18-jährigen Gärtners Franciszek ­Pietrzak zeigte er auf, welche geringfügigen Gründe damals schon zur KZ-(Schutz-)Haft führen konnten: Pietrzak hatte als Kind einen Ladendiebstahl begangen, galt daher als vorbestraft und wurde als „Berufsverbrecher“ inhaftiert; nach über zwei Jahren im Stammlager Dachau wurde er dem Nebenlager „SS-Standortverwaltung“ in der SS-Kaserne München-Freimann zugeteilt. Dort musste er mit den anderen eingesetzten Zwangsarbeitern Reinigungs-, Transport- und Instandhaltungsarbeiten erledigen. Der Vortrag wurde von den Anwesenden als äußerst interessant und emotional sehr berührend empfunden.

Bild 3: v.l.n.r. Stabsfeldwebel Mirko Lange, Hauptmann a. D. Stefan Nüßle, Generalkonsul der Republik Polen in München Rafał Wolski, Kommandeur Sanitätsakademie der Bundeswehr Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm

Nach der Gedenkstunde wurde eine von der Pionierschule in Ingolstadt gefertigte Gedenkstele innerhalb der Ernst-von-Bergmann-Kaserne eingeweiht. Im Rahmen dieser Zeremonie wurde ein Kranz von der Sanitätsakademie der Bundeswehr durch Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm und ein Kranz von der Gemeinschaft Katholischer Soldaten durch den stellvertretenden Bereichsvorsitzenden der Gemeinschaft Katholischer Soldaten – Süd, Hauptmann a. D. Stefan Nüßle, niedergelegt. Mit einer Schweigeminute für die Opfer des Nationalsozialismus und einem anschließenden Friedensgebet der Gemeinschaft katholischer Soldaten, wurde der offizielle Teil der Gedenkveranstaltung beendet. Danach lud die Gemeinschaft katholischer Soldaten in das Offizierskasino „Johann Goercke“ zur Begegnung und Besinnung sowie zur kleinen Stärkung ein, wo bei dieser Gelegenheit noch ein reger Austausch unter den Menschen aus den verschiedensten Bereichen stattfand.

Bild 4: Gedenkstele „Erinnerungsort an die Menschenrechtsverletzungen in den Nebenlagern des Konzentrationslagers Dachau innerhalb der Liegenschaft der heutigen Ernst-von-Bergmann-Kaserne im Zeitraum von 1941–1945 (© Mirko Lange)

Da das Nebenlager „SS-Standortverwaltung“ im Gesamtbild der NS-Verbrechen eine eher überschaubare Dimension hat, wird dieser historische Schauplatz nur wenig berücksichtigt. Die Namen der Opfer und Täter, konkrete Lebensläufe und Dokumente sind jedoch die einzigen Elemente, die das Gedächtnis verständlich und unvergessen machen. Anstatt nur abstrakt wirkende Gesamtopferzahlen einer riesigen Todesmaschinerie des NS-Terrors zu nennen wurde mit der Gedenkstele ein Ort zum Gedenken und Nachdenken geschaffen; der Fokus der Gedenkveranstaltung in der Ernst-von-Bergmann-Kaserne lag genau darauf.

Abb. 1: QR-Code zum Artikel „Die Nebenlager des Konzentrationslagers Dachau“ (Passwort: stele)

Zeitschriften
Wehrmedizinische Monatsschrift – Impressum/Datenschutz

Redaktion: Generalarzt a. D. Prof. Dr. med. Horst Peter Becker, MBA, Auf der Hardt 27, 56130 Bad Ems, Mobil +49 171 215 0901, E-Mail: hp.becker@cpm-verlag.de 

Herausgeber: Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr, Integrierte Kommunikation/Fachinformations- und Medienarbeit im Auftrag des Befehlshabers des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Von-Kuhl-Straße 50, 56070 Koblenz, Telefon: +49 261 896 12300, E-Mail: KdoGesVersBwIKoFaM@bundeswehr.org 

Wissenschaftliche Beratung: Die Begutachtung von Original- und Übersichtsarbeiten sowie Kasuistiken im Rahmen des Peer-Review-Verfahrens erfolgt durch in dem Fachgebiet des jeweiligen Beitrags wissenschaftlich ausgewiesene Expertinnen und/oder Experten, die – dem Einzelfall entsprechend – in Abstimmung zwischen Redaktion und Herausgeber ausgewählt und beauftragt werden.

Verlag: cpm Verlag GmbH, Carl-Zeiss-Str. 5, 53340 Meckenheim, Telefon +49 2225 8889–0, E-Mail: info@cpm-verlag.de; Geschäftsleitung: Tobias Ehlke; Objektleitung: Peter Geschwill; Produktionsleitung: Thorsten Menzel.

Druckversion: Druckvorstufe: PIC Crossmedia GmbH, Hitdorfer Straße 10, 40764 Langenfeld, E-Mail: info@pic-crossmedia.de; Druck: Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw), Zentraldruckerei Köln/Bonn.

Online-Version (E-Paper): Erstellung mit PIC MediaServer, PIC Crossmedia GmbH, Langenfeld; Erstellung mit PIC MediaServer, PIC Crossmedia GmbH, Langenfeld; E-Paper und Autorenhinweise sind unter wmm-online.de abrufbar

Rechtliche Hinweise: Die Zeitschrift (Druckversion und E-Paper) sowie alle enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind in allen Publikationsformen urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Herausgebers unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.


Alle namentlich gezeichneten Beiträge – soweit sie nicht ausdrücklich mit einem * gekennzeichnet sind – geben die persönlichen Ansichten der Verfasser wieder. Sie entsprechen nicht zwingend den Auffassungen der Redaktion oder des Herausgebers. Manuskriptsendungen an die Redaktion erbeten. Erscheinungsweise mindestens achtmal im Jahr.


Für Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e. V. ist der Bezug der Zeitschrift im Mitgliedsbeitrag enthalten. Sanitätsoffiziere der Bundeswehr, die nicht Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e. V. sind, erhalten die „Wehrmedizinische Monatsschrift“ über ihre Dienststellen.

Datenschutz: Es gelten die Datenschutzbestimmungen der cpm Verlag GmbH, abrufbar unter https://cpm-verlag.com/datenschutzerklaerung/.